Chronologie - Von der Spaltung bis zur Einheit Die Nachkriegszeit
Problemstellung:
Wie und warum kam es zur deutschen Spaltung 1949? Wie war das Verhältnis der beiden deutschen Staaten in der
Folgezeit? Wie wurde die Wiedervereinigung 1989 möglich?
Verfahren/Aufgabe
Nimm folgende Chronologie als Grundlage für die Erarbeitung „deiner“ deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte.
Übertrage die Zeittafel in deinen Blog und erläutere die gelisteten Begriffe. Unter Verwendung von Informationen (Filme, Texte) aus der Internetseite http://www.60xdeutschland.de/ solltest du das
fett Gedruckte genauer erläutern, alle anderen Begriffe grob einordnen.
Weitere Informationen:
http://www.dhm.de/lemo/home.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite
Konferenz von Jalta: 4. -11. Februar 1945: Franklin D. Roosevelt (USA), Winston Churchill (GB) und Josef Stalin (SU) treffen sich, als der Krieg so gut wie gewonnen ist.
Beschlüsse: Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen, Entmilitarisierung und Entnazifizierung Deutschlands, neue Regierung und neue Grenzen für Polen.
Konferenz von Potsdam: 17. Juli - 2. August 1945: Festlegung der Zonengrenzen; Demokratisierung,
Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dekartellisierung und Dezentralisierung Deutschlands; Umerziehung der Deutschen; Kontrollrat wird in Deutschland eingerichtet

Die vier Besatzungszonen, in die Deutschland eingeteilt wurde. Berlin wurde für sich ebenfalls in vier Teile geteilt.
Kalter Krieg: Gegenseitiges Misstrauen der West- und Ostmächte bei der Umsetzung der Potsdamer Beschlüsse führt
zu einem Scheitern der Viermächte-Regierung in Deutschland. Große Spannungen bis zum Fall des Eisernen Vorhanges 1990 vor alllem zwischen USA und SU kommen vor allem von den unterschiedlichen
Staatsformen (Demokratie/Kapitalismus im Westen, Kommunismus im Osten)
Frankfurter Dokumente: Im Juli 1948 übergeben die drei westlichen Militärgouverneure den elf Ministerpräsidenten Weisungen mit folgenden Zielen:
- Einberufung einer verfassungsgebenden Vesammlung
- Bildung eines föderalen Staates
- Neugliederung der Länder
- Erlaß eines alliierten Besatzungsstatus
Frankfurter Dokumente: Im Juli 1948 übergeben die drei westlichen Militärgouverneure den elf Ministerpräsidenten Weisungen mit folgenden Zielen:
- Einberufung einer verfassungsgebenden Vesammlung
- Bildung eines föderalen Staates
- Neugliederung der Länder
- Erlaß eines alliierten Besatzungsstatus
Berlinblockade: Nach der Währungsreform in den Westzonen Berlins sperren Sowjetische Truppen die Zufahrtswege nach Westberlin. Daraufhin bauen die Alliierten eine Luftbrücke zur Versorgung der Berliner Bürger auf. Fast 200 000 Flüge werden durchgeführt. Nach fast einem Jahr wird die Blockade wieder aufgehoben. Ziel war die Verhinderung eines westdeutschen Staates. Dies war ein erster Höhepunkt des Kalten Krieges.

Aus den drei West-Zonen wird am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegründet:
Gründung der Bundesrepublik Deutschlands
Alle oben genannte Ereignisse führten schließlich zur Gründung der Bundesrepublik Deutschlands: Am 1. September 1948 trat der 65-köpfige Parlamentarische Rat unter Vorsitz von Konrad Adenauer in Bonn zusammen und arbeitete in den folgenden Monaten das Grundgesetz aus. Durch die Hohen Kommissare wurde die Besetzung der Westzonen aufgelöst. Man sprach vom so genannten "Besatzungsstatut". So wurde Westdeutschland zur Trizone vereinigt. Am 23. Mai 1949 unterzeichnet Konrad Adenauer die Verkündungsurkunde zum Grundgesetz. Man vermied dabei das Wort "Verfassung", Da man die Regelung später als Gesamtdeutschland klären wollte, was später jedoch nie gemacht wurde. So wurde auch auf eine Volksabstimmung verzichtet. Das Grundgesetzt trat am 24. Mai 1949 in Kraft: Die Bundesrepublik Deutschland war entstanden.
Am 14. August 1949 fand die erste Bundestagswahl in der Bundesrepublik Deutschland statt:

Besatzungsstatut / Hohe Kommission: Hohe Kommissare üben als Vertreter der westlichen alliierten bis 1955 Macht in vielen Bereichen über die Bundesrepublik aus, die dadurch in ihrem Handlungsspielraum stark eingeschränkt ist.
Alle oben genannte Ereignisse führten schließlich zur Gründung der Bundesrepublik Deutschlands: Am 1. September 1948 trat der 65-köpfige Parlamentarische Rat unter Vorsitz von Konrad Adenauer in Bonn zusammen und arbeitete in den folgenden Monaten das Grundgesetz aus. Durch die Hohen Kommissare wurde die Besetzung der Westzonen aufgelöst. Man sprach vom so genannten "Besatzungsstatut". So wurde Westdeutschland zur Trizone vereinigt. Am 23. Mai 1949 unterzeichnet Konrad Adenauer die Verkündungsurkunde zum Grundgesetz. Man vermied dabei das Wort "Verfassung", Da man die Regelung später als Gesamtdeutschland klären wollte, was später jedoch nie gemacht wurde. So wurde auch auf eine Volksabstimmung verzichtet. Das Grundgesetzt trat am 24. Mai 1949 in Kraft: Die Bundesrepublik Deutschland war entstanden.
Am 14. August 1949 fand die erste Bundestagswahl in der Bundesrepublik Deutschland statt:

Besatzungsstatut / Hohe Kommission: Hohe Kommissare üben als Vertreter der westlichen alliierten bis 1955 Macht in vielen Bereichen über die Bundesrepublik aus, die dadurch in ihrem Handlungsspielraum stark eingeschränkt ist.
Am 7. Oktober 1949 wird aus der sowjetischen Zone die Deutsche Demokratische Republik gegründet.
RGW/Comecon: Der zwischen Ländern des Ostblocks gegründete Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe hat die Koordinierung der nationalen Wirtschaftspläne und arbeitsteilige Produktion zum Ziel.
1952: „Stalinnote“, innerdeutsche Grenze, Sozialismus wird Staatsziel der DDR, Kollektivierung in der DDR
1953: Tod Stalins, 17. Juni 1953
1955: Pariser Verträge
1. Deutschlandvertrag
Deutschland wird souverän, allerdings alliierte Vorbehaltsrechte:
alliierte Truppen auf deutschen Boden, keine ABC-Waffen in deutschem Besitz, alle
gesamtdeutschen Fragen werden nur von den Alliierten entschieden à 2+4 Vertrag 1989/1990; Berlin bleibt unter Viermächtestatus
2. Mitgliedschaft in der NATO à F, GB, USA, CDN, GRI, P, TÜR,
...
3. Saarstatut à Volksabstimmung ob Saarland zu Deutschland oder Frankreich gehört à
1957 10. Bundesland Deutschland
Diskussion um Wiederbewaffnung der Bundeswehr, die Alliierten wollten die
Wiederbewaffnung wegen des Kalten Kriegs bzw. in Teilen der Welt heiß gewordenen Kriegs (Koreakrieg 1950-53)
Warschauer Pakt 1955: UDSSR/SU, DDR, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien, Rumänien
Militärischer Zusammenschluss der kommunistischen Staaten(in manchen Gebieten heißer
oder kalter Krieg)
1956: Nationale Volksarmee, XX. Parteitag der KPdSU (Liberalisierung im Ostblock),
Aufstand in Ungarn (wird von sowjetischen Truppen niedergeschlagen)
1957: „Saarland kehrt heim“
Römische Verträge: Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG (F,
BRD, I, BeNeLux) Grundstein der EU
1958: Berlin-Ultimatum
Cruschtschow verlangt den Abzug alliierter Truppen aus Westberlin, Verhandlungen bis
1961
Kollektivierung (Wirtschaft): In der DDR wird bis 1960 der Großteil der
Landwirtschaft verstaatlicht (LPG = Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft)
1959: Hammer, Zirkel und Ährenkranz in der DDR-Fahne
1960: Staatsrat der DDR: gewählt von der Volkskammer, Staatsratsvorsitzender (Walter
Ulbricht bis 1971; Erich Honecker bis 1989) entspricht dem Bundeskanzler. Das eigentlich Machtzentrum war das Politbüro der SED, 15-20 Mitglieder
1961: Fluchtbewegung:
Droht die DDR auszubluten (100.000 - 200.000 Flüchtlinge pro Jahr, vor allem Fachkräfte) à
Mauerbau
Kennedys „Three essentials“:
Toleriert den Mauerbau unter drei Bedingungen:
1. Präsenz von westalliierten Truppen in Berlin
2. freier Zugang nach Westberlin
3. Lebensfähigkeit der demokratischen Gesellschaft in Westberlin
1962: Kuba-Krise: USA erzwingen den Abzug sowjetischer atomarer
Mittelstreckenraketen, gefährlichste Krise seit 1945 im Kalten Krieg à danach Entspannungspolitik
1963: Der „Alte“ (Adenauer) tritt ab: Adenauer steht für Westintegration (NATO, EWG);
Adenauers Politik kann man fast auf eine Formel bringen: Westintegration + Aufrüstung = Sicherheit + Wiedervereinigung Deutschlands aus einer Position der Stärke
Trennung war schlimm, keine Kontakte zwischen West und Ost: Passierscheinabkommen: Erste Tagesbesuche
Westberliner in Ostberlin möglich
1965: Sowjetische Düsenjäger über Westberlin; BRD versucht Westberlin möglich engst an
sich zu binden, Bundestagssitzung in Berlin; Sowjets stören durch Düsenjägerüberflüge und Sperrungen der Zufahrtswege nach Westberlin; die deutsch-deutsche Politik gerät in eine
Sackgasse
„Unkultur aus dem Westen“: Wird in der DDR verboten
1967: Plattenbau (Wirtschaft)
1968: „Prager Frühling“: Tendenz zur Demokratisierung des Sozialismus in der
Tschechoslowakei wird von sowjetischen Panzern niedergewalzt.
1969: Hallstein-Doktrin ist Abbruch bzw. Einfrierung der diplomatischen Beziehungen zu
Ländern, die die DDR anerkennen, beginnt zu bröckeln, da immer mehr Länder die DDR anerkennen, die bisherige CDU-Politik wird immer widersprüchlicher
Willy Brandt wird mit SPD/FDP-Koalition Bundeskanzler, FDP will eine Annäherung an die
DDR zur Verbesserung der Beziehungen der beiden deutschen Staaten, FDP wechselt zur SPD und gründet die sozial-liberale Koalition
1970: Willy und Willi in Erfurt, Gespräche
bleiben ergebnislos, DDR fordert vergeblich die Anerkennung als Staat
Tauwetter global, 1969 erste Abrüstungsverhandlungen (SALT = Strategic Arms Limitation
Talks)
Moskauer Vertrag
Moskauer Vertrag
einer der Ostverträge; Anerkennung der bestehenden europäischen Grenzen; "Wandel durch
Annäherung": Egon Bahr; Unverletzlichkeit der Grenzen --> kein Vorgehen gegen die bestehenden Grenzen mit Gewalt
Warschauer Vertrag, Ostverträge
Warschauer Vertrag, Ostverträge
(Kniefall von Willy Brandt vor Denkmal des jüdischen Ghettos in
Warschau)
Anerkennung der Oder-Neißegrenze und Gewaltverzicht. Den Polen wird die Angst vor
einem aggressiven Deutschland genommen
1971: Rücktritt Ulbrichts, weil er als Kalter Krieger galt. erich Honecker wird
Generalsekretär der SED
Transitabkommen
Weitgehend ungehinderte Zufahrt zwischen Wetdeutschland und Westberlin und
umgekehrt
Verkehrsvertrag
Reiseerleichterung für Westdeutsche und Westberliner, man konnte mehrfach und sogar mit
dem Auto einreisen; DDR-Rentner durften als einzige in den Westen reisen (Geld sparen) --> Steigerung des Zusammengehörigkeitsgefühls
1972: Grundlagenvertrag
= Anerkennung der DDR-MINUS
MINUS = Einrichtung von "Ständigen Vertretungen" statt Botschaften. Die Bundesrepublik
versteht die DDR nicht als Ausland, DDR Bürger sind immer auch Bürger Westdeutschlands; aber die DDR sieht die BRD als Ausland; Forderung nach Deutscher Einheit bleibt
bestehen
1974: „Ständige Vertretung“, DDR als „sozialistische Nation“
1976: „Pfarrer Brüsewitz“; verbrennt sich als Protest gegen die Unterdrückung der
Kirche
1982: Wirtschaftskrise in der DDR; eigentlich Permanent ab der 70er Jahre
1987: Abrüstung im Warschauer Pakt, Ende des Kalten Krieges (=Voraussetzung für die deutsche Wiedervereinigung 1989/90), Russland will sich nicht in Deutschland einmischen, hat kein Interesse, die DDR-Grenzen aggressiv zu verteidigen; Honecker im Westen
1987: Abrüstung im Warschauer Pakt, Ende des Kalten Krieges (=Voraussetzung für die deutsche Wiedervereinigung 1989/90), Russland will sich nicht in Deutschland einmischen, hat kein Interesse, die DDR-Grenzen aggressiv zu verteidigen; Honecker im Westen
1989: Kommunalwahl in der DDR
Mit den Wahlfälschungen der SED bereits im Mai 1989 beginnt die revolutionäre
Volksbewegung der DDR, diese nimmt verschiedene Formen an
Protestbewegung
Ist zunächst eine Fluchtbewegung über die westdeutschen Botschaften z.B. in Prag, gleichzeitig September 89 wird die Ungarische Grenze geöffnet -->
Fluchtbewegung über Ungarn; die Mauer hat keinen Sinn
9. Oktober 1989: DDR-Behörden entscheiden, die Protestbewegungen nicht mit Gewalt niederzuschlagen
Montagsdemonstrationen in Leipzig: Immer mehr Menschen demonstrieren für Meinungsfreiheit und Wahlfreiheit. Der anfängliche Slogan "wir sind das Volk" wird mit der
Zeit zu "wir sind ein Volk"
„friedliche Revolution“ Mauerfall
1990: 2+4 Vertrag, Deutsche Einheit
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