Nationalisozialismus 1933-1945; Teil 1: Machtergreifung/Gleichschaltung
1932 Hitler wird von Hindenburg (und seinen monarchistische Hinterleuten) zum Reichskanzler, die Monarchisten wollten ihn jedoch nur als Marionette benutzen die nach ihrer Pfeife tanzt, aufgrund der Minister, diese waren der Mehrheit nach Konservative.
Ziel: Neuwahlen und möglichst 2/3 der Stimmen um eine "legale" Verfassungsänderung durchzuführen.
Ab Anfang Februar Sofort einsetzende Verfolgung politischer Gegner.
27.2. 1993 Reichsbrand
28.2.1933 Verordnung des Reichspräsidenten zum "Schutz von Volk un Staat"(Brandverordnung)
--> starke Einschränkung des Grundrechts.
5.3.1933 Wahlen: NSDAP: 44%, DNVP:8%
21.3.1933 Tag von Potsdam: Propagandaveranstaltung zur Eröffnung des neuen Reichstags.
23.3.1933 Ermächtigunsgesetz: Weimarer Verfassung ausgehebelt.
Gleichschaltung

Jugend:
Die ganze Jugend war zu Zeiten des Nationalsozialismus durch ein in der Hitlerjugend zusammengefasst.
Ebenfalls durch ein Gesetz wurde gesichert das die Erziehung der Hitlerjugend (außer in Elternhaus und Schule) in der Hand der Nationalsozialisten war.
--> Die Jugend war volkommen in Händen des Reichsjugendführers, also in den Händen der Nationalsozialisten.
--> von 10 bis 14 sind die Kinder verpflichtet in das deutsche Jungvolk zu gehen, von 14 bis 18 in die Hitlerjugend.
Für die Jugendlichen in der HJ selbst war es anfangs noch lustig und wahrscheinlich auch spaßig, sie waren mit Freunden zusammen und konnten Spiele machen.
Doch zur Endphase des Krieges wurden Kinder aus der HJ in den Krieg geschickt.
Hier das LIed der Hitlerjugend:
Hört ihr die Trommel schlagen?
Sie ruft euch allzumal!
Vorbei das bange Zagen,
Hell braust's von Tal zu Tal:
|: Wir sind die Hitlerjugend
Und helfen euch befrei'n,
Wir stehn mit unserm jungen Blut
Für Volk und Heimat ein! :|
Wir kennen keine Klassen,
Nur Deutsche treu geschart,
Der Weltfeind, den wir hassen,
Ist nicht von deutscher Art.
|: Wir sind die . . . .
Tritt ein in unsre Reihen!
Was säumst du, Kamerad?
Alldeutschland sich zu weihen,
Ist keiner je zu schad!
|: Wir sind die . . . .

Schule
-Enlassungen: 7.4.1933 Gesetz zur "Wederherstellung des Berufsbeamtentum"
(Beamten, die nichtarischer Abstammung sind oder dem Staat keinen politischen Rückhalt geben können, werden in den Ruhestand versetzt)
- Alte Schultypen werden beseitigt (Konfessionsschulen) und Gemeinschaftschulen werden eingefürt um den kirchlichen Einfluss zu veringern.
-Lehrpläne werden auf die Ideologie angepasst. Erziehng im Sinne des NS. (Aufgabe: Jugendliche mit dem Geist des Nationalsozialismus zu erfüllen und sie zu Vorkämpfern der neuen Weltanschauung ( Rassismus und Nationalismus)zu machen)

-----> die Lehrer mussten entweder mit dem Strom schwimmen ( Nationalsozialisten werden) oder sie wurden gefeuert.
Polizei und SS

- diejenigen Beamten werden entlassen, die nicht ins politische Bild passten oder jüdisch waren
- politischen Willen der NSDAP auch mit Gewalt durchsetzen, Gegner der Diktatur einschüchtern oder ausschalte
- wegen politischer Bedeutung der Polizei für den NS-Staat musste die Polizei stärker von der Partei kontrolliert werden. Hitler übertrug Heinrich Himmler, Führer der SS (Schutzstaffel) diese Aufgabe.
- Nach der Mordaktion gegen den SA-Führer Röhm im Juni 1934 wurde die SS aus der SA ausgegliedert.
→SA verlor an Einfluss.-1938: Himmler ( ss-chef) hat nun auch noch Kontrolle über die danze Polizei.
- Die Gestapo (geheime Staatspolizei) verbreitete Angst, durch Anordnung von Schutzhaft in Gefängnissen, Arbeitserziehungs- und Konzentrationslagern, durch brutale Folter, sowie durch Ermordung Gefangener.
Staat und Parteien
-Landtage und Reichsrat aufgehoben. Reichsstadthalter( NSDAP) anstatt gewählte Landesregierungen.
-Verbot von SPD und KPD 1933, die anderen Parteien lösen sich daraufhin auf. Es wird ein Gesetz gegen die Neubildung von Parteien gemacht.
- Die eh schon monarchistisch gestimmte Justiz und Bürokratie wird durch ein Gesetz weiter ausgesiebt, sodass nur noch Nationalsozialisten vorhanden sind.
Die Rechtslastugkeit der Richter in der Weimarer Zeit zeigt sich in folgender Statistik:
Gewerkschaften

Für Hitler stellen die Gewerkschaften eine potentielle Gefahr dar.
Am 1. Mai führte die NSDAP den "Tag der Arbeit" als Feiertag ein, um die Gewerkschaften in Sicherheit zu wiegen.
--> Die Gewerkschaften sind erstmals beruhigt und stehen hinter Hitler.
Am 2. Mai wurden dann unerwartet die Gewerkschaftshäuser gestürmt und ausgeräumt. Die Führer wurden Festgenommen.
Die nationalsozialistische Betriebszellenorganisation (NSBO), die sich schon bald DAF(deutsche Arbeiterfront) nannte, war nicht von Arbeitern gewählt und arbeitete nicht wirklich für die Arbeiter, sondern im Auftrag Hitlers.
Kultur:

Rechtfertigung:
§1 Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda wird beauftragt und ermächtigt, die Angehörigen der Tätigkeitszweige, die seinen Aufgabenkreis betreffen, in
Körperschaften des öffentlichen Rechts zusammenzufassen.
§2 Gemäß § 1. werden errichtet: 1. eine Reichsschrifttumkammer, 2. eine Reichspressekammer, 3. eine
Reichsrundfunkkammer, 4. eine Reichstheaterkammer, 5. eine Reichsmusikkammer, 6. eine Reichskammer der bildenden Künste [...]
[...]
§5 Die im § 2. bezeichneten Körperschaften werden gemeinsam mit der vorläufigen Filmkammer, die den Namen Reichsfilmkammer erhält, zu einer Reichskulturkammer vereinigt. Die Reichskulturkammer steht unter der Aufsicht des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda.
Reichswehr

Die Reichswehr ist nicht nur das wichtigste Instrument im Kampf gegen andere Rassen und Nationen, sondern war sie auch in der Lage gegen die NSDAP zu putschen.
-die Reichswehr unterstützt die DNVP, mit deren Macht Hitler an die Macht kam.
-Hitler versprach Aufrüstung und trieb das Militär voran. Dadurch steigert er dessen Selbstbewusstsein und dessen Dankbarkeit
-Die Einführung der Wehrpflicht 1935, steigert das Selbstwertgefühl der RW und eröffnete ganz neue Karrieremöglichkeiten.
-Nach Tod Hindenburgs spielt der Eid auf den Führer eine große Rolle (der heilige Eid des unbedingten Gehorsam)
Als Hitler im Oktober 1937 bei der Hoßbach-Protokoll-Sitzung seine Kriegspläne offenbarte, gab es vereinzelt Widerspruch z.B. äußerten der Kriegsminister Blomberg und der Oberbefehlshaber des Heeres von Fritch gut gemeinte Warnungen, darauf hin wurden sie aus ihrem Amt entlassen, da Hitler keinen Widerspruch duldete.
1938 trat auch der Chef des Generalstabes des Heeres, Ludwig Beck, zurück.
Doch all das konnte den Krieg nicht verhindern.
18. Mai 1933 Bücherverbrennung an Universitäten
Zwangsmitgliedschaft in Reichskulturkammer. - Unliebsame Künstler sind ausgeschlossen.
Kunst und Kultur im Dienst der staatlichen Ideologie: Rasse, Kampf, Führerprinzip, Volksgemeinschaft
Kirche
Da 95% der Deutschen zu eine der beiden Kirchen gehörten und Hitler auch diese Leute ansprechen und von sich überzeugen wollte, brauchte er zur Machtergreifung 1933 die Zustimmung der Kirchen. Doch da das Regime des Nationalsozialismus und der christliche Glaube in keine Weise übereinstimmten, hatte Hitler ein Problem.
Dennoch erreichte das NS-Regime zumindest die politische Anpassung und Ausschaltung beider Volkskirchen.
Folgende Faktoren trugen dazu bei:
- auch kirchliche Würdenträger erhofften sich das Ende der Weimarer Republik (der Gedanke an das Ende der Weimarer Republik war stärken als der an mögliche Gefahren)
- Katholische und evangelische Geistliche bedauerten den Bedeutungsverlust der Religion, der aus dem Sturz der Monarchie resultierte
- die inneren Strukturen und Einstellungen der beiden Kirchen waren traditionell wenig demokratisch und schwächten die Abwehrkraft gegen die Diktatur.
Hitler nützte diese Faktoren für sich aus und verkündete in einer Regierungserklärung vom März 1933, dass er die Wichtigkeit der Kirchen beibehalten und bewahren werde.
Während der Weimarer Republik gab es schon Unstimmigkeiten zwischen der demokratischen Regierung und dem Vatikan: Der Vatikan war sehr hierarchisch( ein Bischof, der alles bestimmt hat), wobei die demokratische Regierung die Stimmen aller berücksichtige.
Innerhalb der Kirche gab es zwei verschiedene Gruppierung: Zum einen die "bekennende Kirche", welche sich gegen das NS_Regime stellte und zum anderen die „Deutschen Christen", welche Hitler unterstützten. Somit war klar , dass sie bei den Synodalwahlen des Jahres 1933 von Hitler unterstützt und geputscht wurden. Erwartungsgemäß siegten die „Deutschen Christen“ und setzten Ludwig Müller als ihren Reichsbischof ein
